"Proflexion" & das methodische Programm

Reflexion ist ein unverzichtbares Moment in der Systemik. "Proflexion" - als Wortneuschöpfung und Ergänzungsbegriff zu Reflexion - bezeichnet ein methodisches Programm, das eine proaktivere Anwendung des systemisch-konstruktivistischen Ansatzes umschreiben, aufgreifen*) und weiter entwickeln möchte. Reflexion wird dabei weder überflüssig noch ersetzt, sondern erweitert: Über die nachträgliche 'Verflüssigung' verfestigter Überzeugungen oder unproduktiver kommunikativer Muster hinaus geht es vermehrt um zukunftsorientierte Gestaltungsmomente und -Möglichkeiten unseres Bewusstseins.

 

Bedeutungsvolle reflexive wie proflexive Prozesse finden jeweils in der besonderen Modalität eines gesteigerten Präsent-Seins und zugleich im 'Zwischenraum' einer "Beobachtung zweiter Ordnung" statt. Über 'geräuschlose' und letzlich anstrengungsfreie Bewusstseinsbewegungen verändern wir mit uns selbst zugleich auch unsere Wirklichkeit, sei sie vergangen oder vor uns liegend. Und zwar in einem weiteren als nur subjektiven Sinn.

*) Diese Idee findet sich bereits in der hypnosystemischen Orientierung auf das wünschenswerte Erleben ebenso wie in zahlreichen systemischen Methoden wie zum Beispiel "Futur perfekt", "Bericht aus der Zukunft", der "Wunderfrage" u.a.m.

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